Für Kinder: Vorurteile

Für Kinder: Vorurteile

Audio | 05.07.2026 | Dauer: 00:01:44 | SR kultur - (c) SR

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„Der will uns fressen. Der kann nur böse sein.“ Dachten die Tiere im Wald. Gemeint war ein Wolf. Der war zwar sehr groß, aber gar nicht böse. Dafür war er sehr einsam. Gerne hätte er sich mit den anderen Tieren angefreundet. Nur wusste er nicht, wie. Eines Tages gibt ihm ein Igel den Tipp, er solle doch statt Fleisch lieber andere Dinge fressen, dann hätte niemand mehr Angst vor ihm. Das gibt dem Wolf zu denken. Er lernt kochen, probiert verschiedene Gemüsesorten aus und isst keine anderen Tiere mehr. Trotzdem klappt es erstmal nicht mit den Freunden. Denn die anderen Tiere sehen nur das, was sie zu sehen glauben. Mit anderen Worten: Sie haben Vorurteile. Dabei übersehen sie, wie sich der Wolf bemüht. Einmal futtert er leckere rote Beeren, bis sein Maul ganz verschmiert ist vom Fruchtbrei. Daraufhin nimmt eine Hasenfamilie Reißaus. Erst später, bei einem gemeinsamen Festessen im Wald, fassen die Tiere langsam Vertrauen zu dem Wolf. Weil ein kleines Eichhörnchen den ersten Schritt auf ihn zu macht. Dadurch merken auch die anderen Tiere, dass der Wolf eigentlich ein netter Kerl ist. Gegen Vorurteile hilft nämlich: Genau hinsehen, hinhören und einfach mal miteinander reden. Wer von euch traut sich, heute den ersten Schritt auf jemanden zuzumachen?

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