Das Saarland als Musterland der Waldbewirtschaftung

Das Saarland als Musterland der Waldbewirtschaftung

Audio | 13.10.2021 | Dauer: 00:05:16 | SR 2 - Kai Schmieding / Reinhold Jost

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Hitzewellen, Dürre, Stürme - die extremen Wetterbedingungen der vergangenen drei Jahre machen dem Wald schwer zu schaffen. Und dazu kommt noch die Borkenkäferplage. Am 12. Oktober haben Deutschlands Waldbesitzer von der neuen Bundesregierung die Einführung eines "Mindestlohns für Wälder" gefordert, um mit dem Geld Bäume anzupflanzen. Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) steht der Idee grundsätzlich positiv gegenüber: Für die "Ökosystemleistung" der Wälder einen "Transfer" zu generieren, sei "dem Grunde nach in Ordnung", um eine "besonders nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung" zu fördern, sagte Jost im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding. Das Saarland gehe schon "seit vielen Jahren einen eigenen Weg", nämlich den des Dialogs und des Austauschs "mit allen Beteiligten". In den vergangenen 30 Jahren sei im Saarland flächen- und volumenmäßig "deutlich mehr Wald gewachsen", sagte Jost: Immerhin 5000 Hektar seien seit 1990 dazu gekommen. Die Vorräte auf der Fläche seien "fast verdoppelt" worden, und mit mehr als 50 verschiedenen Baumarten sei im Saarland mit 75 Prozent der höchste Laubwaldanteil in ganz Deutschland entstanden. Die "durch Klimaveränderungen" entstandenen Probleme seien im Saarland "weit weniger" ausgeprägt als in anderen Bundesländern - u.a. weil die Fichte, "den Verlierer des Klimawandels", "deutlich geringere Anteile" habe. "Aber wir müssen natürlich auch den Umbau weiter fördern und auch weiter gehen", forderte Jost. Sein Ministerium begleite, berate und fördere die Privatwaldbesitzer genauso wie die kommunalen Waldbesitzer beim Waldumbau - auch finanziell. Jenen Waldbesitzern, "die besonders schonend und besonders gut" mit ihrem Wald umgingen, sollten "eine entsprechende Honorierung" bekommen - und zwar "nicht nur einmal, sondern nach Möglichkeit dauerhaft", sagte Jost. "Ökologie geht immer vor", so sein Credo.

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