Saarländischer Katastrophenschutz wehrt sich gegen Kritik

Saarländischer Katastrophenschutz wehrt sich gegen Kritik

Audio | 21.07.2021 | Dauer: 00:03:13 | SR 2 - Kai Schmieding

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Nach der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind noch immer unzählige Hilfskräfte vor Ort im Dauereinsatz. Doch zunehmend werden Stimmen laut, die dem Katastrophenschutz Versagen vorwerfen: Wenn rechtzeitig auf die Wetterwarnungen reagiert worden wäre, hätten weit mehr Leben geretten werden können, und auch das Zusammenspiel von Politik, Behörden, THW, Feuerwehr, Bundeswehr und privaten Helfern bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten funktioniere nicht richtig, so der Tenor. Im Saarland wehren sich Vertreter des Innenministeriums und des Landkreistages aber gegen solche Vorwürfe. Ralf Stoll vom Innenministerium etwa betont die Schwierigkeit, die Auswirkungen einer solch "einmaligen" und "komplexen" Katastrophe korrekt vorherzusehen. Trotzdem sehe er durchaus Verbesserungspotenzial - zum Beispiel bei der Meldekette oder bei der Ertüchtigung von Warnmitteln wie Sirenen. Patrik Lauer, der Vorsitzende des Landkreistages, wehrt sich gegen Vorschläge, nach denen künftig der Bund ein stärkeres Gewicht im Katastrophenschutz bekommen solle: "Ich glaube, wir haben ein sehr bewährtes System aus regionalem Katastrophenschutz, der den Landkreise und Ländern obliegt, der dann ergänzt wird durch THW und Bundeswehr". Das Zusammenspiel klappe auch länderübergreifend "sehr gut". Dass "hunderte von Menschen" auch in abgeschiedenenen Ortschaften gerettet werden konnten, zeige ihm, "dass der Katstrophenschutz sehr, sehr gut" funktioniere.

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